Mexiko 1

Nayarit / Jalisco / Michoacan / Guerrero


Km.2530

27.12.17-20.01.18

 

Mazatlan-Teacapan-San Blas-Lo de Marcos-Compostela-Tequila-Guadalajara-Chapala-Zamora-Vulcano Paricutin-Cascada la Tzaraqua-Uruapan-Patzquaro-Morelia-Ixtapa-Camping La Tortuquita-Acapulco-Puerto Escondido-Mazunte-Puerto Angel

 

Fast pünktlich legt die Fähre ab.Als wir den Tecalotestrand,  wo unsere Bekannten noch immer sind,passieren, ist es am Eindunkeln.Mit einer Taschenlampe winken wir in die Ferne,ob sie es wohl sehen?Adios amigos hasta luego.16 Stunden dauert die Fahrt nach Mazatlan.Es sind noch vier weitere Womos an Bord.Wir lernen Javier und Joyce, unsere Schiffsnachbarn kennen.Das Mexikanische Paar kommt von ganz oben in der Baja , und ist unterwegs zu den Eltern,die in Zomora wohnen.Romy und Markus sind unterwegs nach Patagonien und wollen so schnell wie möglich durch Mexiko durch.Nach dem Nachtessen( inkl.)verziehen sich Alle in ihre Autos.Wir kochen uns Kaffee und spielen Tschau Sepp.Da es recht lärmig ist, wir schlafen auf dem Oberdeck, stopfen wir uns Watte in die Ohren und lassen uns in den Schlaf schaukeln.Wir stellen den Wecker auf 7.30Uhr damit wir das Morgenessen nicht verpassen.Die Tacos und das Rührei schmecken gut aber die orange, gekochte Schweinehaut ist nicht unser Geschmack.Javier und zwei Trackfahrer erklähren uns auf der Karte wo es schöne Plätze gibt und welche Strassen wir meiden sollen.Wir versammeln uns auf dem Oberdeck um die Einfahrt der Fähre in den Hafen mit zuerleben.Pünklich um 10.00 Uhr läuft die Fähre in den Hafen ein.Mazatlan ist umgeben von grossen Felsen mit Höhlen und Inseln und sieht ansprechend aus.Wir verabschieden uns von Javier und verabreden uns für später.So langsam heisst es in die Fahrzeuge zu gehen.Zum Einkaufen fahren wir kurz in die Stadt und spazieren in den Gassen.Mazatlan ist Hafenstadt und macht nicht wirklich Lust zum Verweilen.Auf der Strasse herrscht ein Durcheinander,es wird laut gehupt und kreuz und quer gefahren.Erst ausserhalb der Stadt wird es ruhiger.Die Strassen sind löcherig oder notdürftig geflickt.Überall gibt es giftige Schwellen oder Metallnoppen,die zum Abbremsen zwingen.Jedesmal scheppert das ganze Inventar im Auto und Jimba stöhnt mehr als in den Canyons zuvor.Überall werden Strassenränder abgebrannt und die Abgase verstinken die Luft.Die erste Stunde auf dem Festland Mexiko ist ernüchternd.Geht das so weiter?

 Allmählich wird die Luft reiner und wir fahren weiter in Richtung Esquinapa und treffen auf eine lebendige, farbige Stadt die uns auf Anhieb gefällt.In einer der vielen Garküchen am Strassenrand die Spitze sind, essen wir Tacos.Wir kaufen noch etwas Süsses zum Kaffee um dann weiter nach Teacapan  an den Strand zu fahren.Das Tom Tom lockt uns auf eine Feldstrasse die immer sandiger wird.Rundum sind nur noch Felder mit Arbeiter und vielen Kinder.Es scheint als hätten wir uns verfahren.Zum Glück für den Bauer, der mit seinem Auto tief im Sand steckt.Mit unserer Hilfe kann er bald weiterfahren und wir auf die Hauptstrasse zurück.Beim zweiten Anlauf finden wir den Platz zum Übernachten.Neben Fritz und Gisela aus Deutschland mit ihrem Landcruiser stehen wir alleine am Strand.Es ist wie Familie,wenn jemand mit dem gleichen Fahrzeug unterwegs ist und wir erzählen einander von unserer Reise.Wärend des Frühstücks geniessen wir die Wärme,ein tiefblaues Meer und unzählige Pelikane.Wir wollen an der Küste weiter südwärts.Wir kommen nur langsam voran,denn es gibt so viel Neues zu sehen.Wir halten unzählige Male am Strassenrand an.Wir kaufen Jackfruits(Yaka)kleine Bananen ,rote Kartoffeln,essen Tamales (in Maisblätter eingewickeler Maisbrei mit Käse und trinken Zukerrohrsaft.Wir probieren Neues.Vieles erinnert uns an Asien und wir fühlen uns ganz zu Hause.Die schmale Strasse schlängelt sich durch Bambuswälder,Mangrovensümpfe und Palmenhaine.So viele Eindrücke ,es war ein super Tag.Nach dem Morgenessen schlendern wir ins Dorf und lassen uns von der Lebendigkeit der vielen Leute auf dem Dorfplatz berieseln.Der Abstecher zum Strand bringt Südsee -feeling,Palmen gesäumter Strand,warmes Meer und es riecht nach gegrilltem Fisch.Die Mexikaner(und wir)essen sehr gerne!

Eigentlich wollten wir bis nach Valetta fahren,aber das kleine Dorf Lo de Marcos gefällt uns auf Anhieb.Charmant,klein,tolle Bucht,da bleiben wir. Bei der Campingplatzsuche merken wir,es ist bald Silvester.Viele Mexikaner sind für den Jahreswechsel ans Meer gekommen.Am Ende des Dorfes bei Miguel haben wir Glück,finden einen kleinen  Platz  und beschliessen bis nach Neujahr hier zu bleiben.Kaum angekommen hören wir vertrauten Bündnerdialekt.Vor über 50 Jahren mit den Eltern nach Kanada ausgewandert und jetzt im Ruhestand hierher übersiedelt spricht Cäsar Schwiizerdütsch,dass wir nur so staunen.Danke für die guten Tipps für unser Mexiko- Abenteuer.Bald sind wir Gesprächsstoff auf dem ganzen Platz und jeder der Snowbirds weiss  in kurzer Zeit,was wir gemacht haben und wohin wir wollen.Wir werden so herzlich in die Runde aufgenommen.Liebe Grüsse an Grete und Günter und den Rest des Platzes.Den Jahreswechsel verbringen wir am Strand und lassen die acht Monate nochmals Revue passieren.Wir sind dankbar für eine interessante und vorallem eine unfallfreie Reise.Kurz nach 24 Uhr stossen wir auf´s neue Jahr an,irgendwie hab ich´s verpasst.Wir freuen uns auf weiter tolle Erlebnisse. Etwas Speziell ist es schon Weihnachten und Silvester ohne Familie zu feiern.Zum Glück gibts Watsup und Skype und so können wir mit Allen kurz sprechen.Die vier Tage mit Faulenzen,Baden und Einkaufen vergehen wie imFlug.Eigentlich wollten wir am 1.Januar weiterziehen aber  man hat davor gewarnt,sich auf die Strasse zu wagen.Zu viele Mexikaner seien an diesem Tag noch nicht ausgenüchtert unterwegs.So nehmen wir einen Tag später Abschied von der Snowbirdfamilie.Wir verlassen vorläufig die Küste und nehmen Kurs auf Tequila.Wir staunen wie gebirgig es schon knapp hinter der Küste wird.Immer steiler windet sich die Strasse bergauf.Fast sechs Stunden hätten wir bis Tequila gebraucht,so nehmen wir die schneller Strasse und werden kräftig zur Kasse gebeten.Was willst du ?Die Fahrt durch all die kleinen Dörfer mit den Schwellen und den elenden Topes geht auch an die Substanz.Wir checken erstmal die Schlafmöglichkeiten in der Stadt.Ein hochgelobter Platz entpuppt sich als vollgemüllter Strassenrand die andern sind Parkplätze in der Stadt.Für Fr.12.50 leisten wir uns ein Motel im kleinen Dorf nebenan und die Tacos von der Strassengarküche schmecken einmal mehr hervorragend.Rund um Tequila sind blaugrüne Felder zu sehen auf welchen die Agavenkakteen wachsen.Ca.7-10 Jahre braucht es bis die Knolle über dem Boden gross genug ist und ein Gewicht von 15-20 Kilogramm erreicht.Diese wird gemahlen und ausgepresst um dann den Tequila daraus zu destilieren.Das Städtchen ist wunderschön,da wo die Touristen sind.Hinter wunderschönen Fasaden verbergen sich exklusive Paläste der Tequilabarone, teils Hotels oder Museen oder immer noch eine der zahlreichen Destillerien.Wir schnuppern uns durch den Markt und lassen uns von den Düften und Farben berauschen.

Silvester / Neujahr 2018

Guadalajara liegt auf der Strecke nach Chapala.Viel zu kurz ist die Zeit die wir für die Stadt eingeplant haben.Eine sehenswerte Altstadt mächtige Gebäude,grosse Plätze die noch immer weihnächtlich dekoriert sind, überraschen uns.Damit haben wir nicht gerechnet, es gibt viel mehr zu sehen als ewartet,auch das gibt es!!.Es ist schon dunkel,als wir nach einer ersten missglückten Suche in Jocotepec den versteckten und kaum erreichbaren Schlafplatz finden.In der Laguna Chapana machen wir einen Halt.Wir suchen schon seit einiger Zeit eine Post und Briefmarken.Im Zeitalter von Sms und Handy scheint dies Mangelware zu sein und man zuckt nur mit den Schultern als wir danach fragen.Überall an der Seepromenade wird schon emsig gearbeitet und gekocht um den Ansturm der Besucher zu bewältigen.Nach einem kurzen Spaziergang am Strand machen wir uns weiter auf den Weg nach Zomora zu Javier und seiner Familie.

 

Der sympatische Mexikaner hat uns zu sich eingeladen und diesmal wollen wir der Einladung folgen.Nach einem kurzen Anruf mit ihm werden wir am Bahnhof abgeholt.Wir fahren in ein kleines Quartier wo seine Eltern wohnen.Was wir hier erleben ist einmalig.Nach der Willkommensansprache des Vaters wird für das Nachtessen aufgetischt.Die halbe Familie hat sich eingefunden.Das Festmal besteht aus verschiedenen Köstlichkeiten, es schmeckt hervorragend. Vieles haben wir vorher noch nie gegessen.Es ist unglaublich wie wir bekocht wurden.Javier und seine Mutter begleiten uns in einen Park mit See wo wir campieren dürfen.Wir verabreden uns für den nächsten Morgen und Javier will uns die Umgebung zeigen.Mit 1 ½ Stunden Verspätung trudelt die Familie ein.Wir trauen unseren Augen nicht was sie Alles aus dem Auto holen.Velos ,Schlauchboot,Pfannen,Geschirr kistenweise Tomaten,Avocados,Tacos und ein warmes Fleischgericht.Aus dem Frühstück wird ein ganztägiges Picknick bis abends um 8.Nicht ganz das was wir gemeint oder verstanden haben.Für unsere Weiterreise packt uns die Mutter Unmengen von Essen ein.Fast beschämend für uns,eigentlich wollten wir die Familie zum Essen einladen.Nach einer herzlichen Verabschiedung trennen sich unsere Wege.Javier hat sich angeboten uns noch drei Tage zu begleiten,was wir aber dankend ablehnen müssen.Die Zeit mit seiner Familie scheint uns wichtiger,da er nur noch ein paar Tage Ferien hat.

 

Wir ziehen weiter durch ländliches Gebiet, verfahren uns in einem kleinen Dorf und werden von der Polizei zurück auf die Hauptstrasse eskortiert.Der Vulkan Parikutin und eine Kirche mitten im Lavagestein sind unser nächstes Ziel.Im Jahre 1943 ist der Vulkan nach längerem Schnauben und Grollen wieder ausgebrochen und hat das kleine Indiodorf San Juan langsam unter sich begraben.Die Einwohner hatten genug Zeit das Dorf zu verlassen und weg zu ziehen.Eindrücklich ist es zu sehen wie der Lavastrom vor dem Altar der Kirche und Turm angehalten hat.Der Weg hinauf zum neuen Dorf auf fast 2700 Meter ist steil und es ist merklich kühler.Hier oben ist eine andere Welt.Die Leute tragen ihre Trachten sprechen die alte Indiosprache und sind sehr zurückhaltend.Auf einem Pferd reiten wir zur Kirche und klettern über Steinbrocken aus Lava.Mittendrin treffen wir Georg und Melanie ,die wir von der Baja her kennen.Irgendwo kreuzen sich die Wege immer wieder . Hasta luego Amigos!!!Wir beschliessen zum Übernachten etwa tiefer zu fahren.Bei den Wasserfällen von La Tzararaqua in der Nähe von Uruapan dürfen wir uns auf den Parkplatz stellen und über Nacht bleiben.Nach der Besichtigung der imposanten Fälle bestellen wir uns am Morgen als Gegenleistung im Beizli ein huevo con jamon.Die Wasserfälle sind ein beliebter Ausflugsort und so füllt sich der Parkplatz schnell und die Grillplätze sind bald besetzt.Überall werden Unmengen von Fleisch und Gemüse grilliert und wir werden zu einem zweiten Frühstück eingeladen.Immerwieder sind wir von der Grosszügigkeit überrascht und wir werden so oft beschenkt.

Über Uruapan,wo wir vergeblich auf ein gutes Internet hoffen, fahren wir begleitet von kleinen Dörfern ,Schwellen und Topets nach Patzcuaro und treffen Ina und Manfred von der Baja mit dem Landcruiser.Die Beiden stecken wegen einer üblen Darminfektion fest.Wir hoffen, ihr habt euch unterdessen wieder erholt!Mit dem Motorbot fahren wir zur kleinen Insel Janitzio im Lago de Patzcuaro.Auf einer Terasse geniessen wir die Aussicht Richtung Stadt und werden auf der steilen Treppe von einer Schar Kinder umringt.Mit dem öffentlichen Bus,immer ein Erlebnis,  kommen wir in die Altstadt die mit einer ganz speziellen Architektur, fast fernöstlich überzeugt.Wie immer können wir den Marktständen nicht widerstehen und decken uns sackweise mit Früchten und Gemüse ein.Tags darauf geht’s weiter nach Morelio das wir nur beim Durchfahren ansehen wollen.In einem tollen Hinterhofparkplatz finden wir bei Ismail auch gleich einen Schlafplatz und beschliessen den Abend und die Nacht in der Stadt zu verbringen.Immernoch ist die Stadt mit Lichterketten dekoriert und es sieht fantastisch aus.Den absoluten Höhepunkt erleben wir am Morgen als uns Ismail mit warmen Sandwichs und frischgepressten Mandarinensaft zum Zmorgen überrascht.Wir haben für fast 20Std.Parkplatz mit absolut sauberen WC gerademal Fr.3.50 bezahlt!!.Wir sehen in der Wetterprognose,dass eine Kaltfront mit Minustemperaturen in der Nacht in Richtung Mariposa NP.zieht und wir entscheiden kurzfristig nicht weiter in die Berge zu fahren.Die Falter müssen warten.

Wir ziehen die Wärme von Acapulco mit den Klippenspringer und das  Meer vor.Während einer Woche folgen wir der Küste.Unterwegs finden wir bei einer Schweizerin ein kleines Paradies.Seit 22 Jahren lebt sie hier und betreibt ihren Campingplatz mit Schildkröten -Station.Ihr Rheintaler Dialekt ist für mich wie Heimat.Liäbe Gruess.Über Puerto Escondido erreichen wir Mazunte ,ein Tipp von unserem ältesten Sohn,der vor mehr als 10 Jahren auf seiner Mittelamerikareise hier Halt gemacht hat.Damals war es noch ein kleines Fischerdorf,eingebettet zwischen Felsen,wunderschön am Meer gelegen.Das Dorf ist inzwischen sehr bekannt und dem entsprechend gewachsen.Die tolle Atmosphäre und der Charme ist zum Glück geblieben.Wir finden keinen geeigneten Platz für unser grosses !Auto und fahren deshalb ins nächste Dorf .Zypolyte ist ebenfalls ein beliebter Ort mit wunderschönem Sandstrand.Beide Orte sind ein Mekka für Hippies.Eigentlich ist eine Nacht geplant,am Schluss sind es vier.