Ontario


23.06-07.07

Km.2750

Toronto-Brahtfort-Niagarafalls-Kitschener-Barrie-Sudbury-Salut St. Marie-Wawa-Terrassebay-Thunde Bay-Grand Potage

Nach dem Wiedersehen mit  unseren Freunden  in Montreal und dem Besuch in Toronto,  geht  es weiter zu den Niagara-Fällen.Immense Wassermassen stürzen in die Tiefe . Der feine Nebel hüllt  das Ganze ein .Unglaublich .Wir sind froh auf der kanadischen Seite das Schauspiel zu sehen .Ebenso unglaublich ist auch die Vermarktung  des Ortes .Las Vegas lässt grüssen.  Wir aber wollen weiter ins Weingebiet von Ontario. Nach so viel Grossstadt und Touristenattraktion in eine ruhigere Gegend.

So dachten wir jedenfalls.Kitcheren ist eine etwas grössere Stadt,150Tausend  Einnwohner mit High Way und Staus wie um Zürich.Erstaundlich ist das riesige Angebot in den vielen Chinesenläden. Das haben wir bei uns selten gesehen. Eingedeckt mit frischen Mangos, Papayas  ,frischem Fisch und Gemüse,  machen wir uns auf die Suche nach unserem Nachtquartier.Ein See , ein Pool ,saubere Sanitäre Anlagen und schönes Wetter, machen es uns leicht gleich 2 Nächte zu bleiben.In Ruhe zmörgele und einfach sitzen bleiben und den Kaffee geniessen, ist fast wie Weihnacht.Einen Tag ohne viele Kilometer.Wir geniessen den Pool für uns ganz alleine und brauchen tatsächlich das erste Mal Sonnencreme. Mit einem Boef Stroganoff vollenden wir  diesen perfekten Tag. Mit Donnergrollen und  dem Geräusch vom Regen werden wir geweckt.Uff , nicht schon wieder.Wir fahren weiter durch Felder und Wiesen und treffen immer wieder auf Pferdewagen und Fuhrwerke.Von stefan wissen wir,dass es hier viele Menonitengemeinden gibt. Diese sehr gläubigen Leute bewältigen ihr Leben  ohne Strom , Auto,  nur mit  Handarbeit.Ebenso überrascht auch ihre Kleidung.Mit den langen Röcken und den Hauben,Männer mit Bart und Hut,  erinnern sie uns an die alten Wild West Filme.

 

Erneut werden wir am Strassenrand aufgefordert anzuhalten.Thomas ist schon seit 30 Jahren mit seiner Familie hier und betreibt einen grossen Bauernhof.Der sehr nasse Juni mache allen recht zu schaffen. Kein Heuet, kein sähen sei  möglich , da viele Felder zu nass seien.So viel geregnet habe es seit Jahren nicht .Warum ausgerechnet dieses Jahr ,fragen wir uns?????..Wir schenken seinen  beiden Töchtern eine Schweizer Schoggi, da wir in Montreal Nachschub bekommen haben.Danke Karina und Daniel.

 

Überall kündigt sich der grosse Geburtstag von Kanada an Am 1. Juli feiert das Land 150 Jahre.Viele rotweisse Fahnen dekorieren Strassen und Gärten. Wir wollen das Fest mitfeiern und haben Sudbury  ausgesucht.Über Barrie ,wo schon recht was los war,erreicher wir die Stadt rechtzeitig.(Kein Vergleich zur Badenfahrt).Auf einem Parkplatz am See,  stellen wir uns auch hin.Wir folgen den Leuten mit rotweissen T-Shirt auf den Festplatz und sind etwas überrascht .3-4 Essstände mit Chips und Glace sind da, einige Attraktionen für Kinder und …..Wir   haben uns auf ein Bier gefreut, da wir heute nicht mehr weiterfahren. An öffentlichen Anlässen gibt es kein Alkohol. Eigentlich lobenswerd aber ein Bierchen wäre schon lecker gewesen. Gegen 17.Uhr werden die Stände geschlossen und die Leute kehren in Scharen nach hause zurück.Wenn wir nicht gehört hätten ,dass es um 22.Uhr ein Feuerwerk gibt hätten wir geglaubt,das wars gewesen.Pünktlich um 21.Uhr zieht das heftige Gewitter ab und die Leute kehren zurück.Wir sitzen hinter unserem Auto und geniessen im Versteckten ein Glas Wein,dann beenden auch wir den Canada Day.

 

Etwa 300 km.entfernt ist Salut de Marie.Eine sehr schöne Strecke die Route 17 ,soll es sein..Fast auf der ganzen Länge regnet es wolkenbruchartig,so sehen wir wenig von der Landschaft.Die vielen Velofahrer mit Gepäck können da einem nur leid tun.Gegen abend meldet sich langsam die Sonne zurück

Es ist merklichkühler geworden.Das Klima hier wird vom Lake Superior,einem See ca.2mal so gross wie die Schweiz,beinflusst.Es ist der grösste Süsswassersee der Welt.Fustriert über den ewigen Regen und jetzt wieder die Kälte(9°C nachts)beschliessen wir ,so schnell wie möglich in die Staaten zu flüchten.In Minnesota besuchen wir die Gastfamilie von Dominique,der dort das letzte Schuljahr absolvierte.In Sioux Falls treffen wir Ferienbekannte.Wir reinigen unser Auto etwas gründlicher und organisieren unsere Lebensmittel für den Grenzübertritt.Nach 10min. Fahrt entscheiden wir uns, doch um den Lake Superior zu fahren.Wetterprognose 3 Tage sonnig.Die Fahrt vorbei an Seen,schöne Landschaften bestätigen unseren Entscheid.Bei einem Bier bei Hans und Renate aus Fürstenfeldbruck,die schon seit dem 10.April unterwegs sind geht der Abend schnell vorbei.Bevor wir uns auf die Weiterfahrt machen,treffen wir Leute aus Ostfriesland an.Auf dem Weg nach Terracebay besuchen wir einen weiteren Wasserfall.Bei schönem Wetter zu reisen ist erholsamer und man kann die Gegend geniessen.Zwischendurch sehen wir unendlich lange Züge(100 Wagons),die sich gemütlich durch die Landschaft schlängeln. Imposant .Ein nächster Besuch ist die längste Hängebrücke Kanadas. Sie soll  600 Meter über einen Canyon führen.Die kleinere nur 250 Meter.Ein Spaziergang bringt etwas Fitness in unser meist sitzenden Tag. Felix wagt sogar noch einen Freeride über Canyon.

Einen nächsten Halt machen wir in einer offenen Amethystenmine.Überall liegen riesengrosse Brocken mit violetten Kristallen.Wir unterhalten uns kurz mit einem Paar,das wir schon das dritte Mal anteffen. Sie kommen aus Calgary .Als wir zum Auto zurückgehen finden wir unter dem Scheibenwischer einen Zettel mit Tel.Nr. und Adresse. If you need a shower and a meal please stay with us .Eine weitere ganz tolle Begegnung hatten wir mit Cohen und seiner Frau. Seit 4 Jahren wohnt er in Kanada ,ist aber ursprünglich aus Holland.Fast schade,dass sich unsere Wege nach so kurzer Zeit schon wieder trennen.Wir wären gerne länger mit ihnen gereist.Danke für die Salbe und Tabletten gegen die Mücken.See you soon .

Selbst gemacht mit Jeffs Backofen.Danke Jeff