Montana


21.07.17-29.07.17

Km.1100

 

Livingston-Buttle-Deer Lodge-Flat Head Ind.Res .-Big Fork-Glacier NP.-Black Feet Ind.Res.

 

 

Am Yellowstone River geniessen wir zwei Tage Sonne und Ruhe.Putzen wiedereinmal unser Auto das vom Staub im Park auch etwas abgekommen hat.Nach dieser Ruhepause geht unsere Reise weiter in Richtung Glacier NP.diesen Tipp haben wir von einem Motorradfahrer am Anfang unserer Reise in Nova Scotia bekommen.Es sei eine tolle Töfftour.So machen wir uns auf den Weg ins nächste Abenteuer.In Livingston machen wir einen grossen Einkauf,vorallem Gemüse,Früchte Milch und Wasser.Wenn man 3-4 Tage abseits unterwegs ist,leert sich der Kühlschrank erstaunlich schnell.

 

 

Bis nach Buttle gibt es sehr grosse,trockene,abgeerntete Felder und die Sonne brennt mit 35°C!!herab.Überall warnen Schilder vor der grossen Brandgefahr.Wir haben in Kanada so lange gefroren,dass wir die Wärme jetzt voll aufsaugen.Soviel Hitze gibt aber auch Durst.Wir genehmigen uns in einer kleinen Brauerei in (Missoula) ein erfrischendes Bier.Heute möchten wir etwas näher an den GlacierNP.fahren und hängen noch eine Stunde an.In Deer Lodge biegen wir auf eine Schotterpisste ab und fahren Richtung National Forest.Etwa 20Km.von Zivilisation und Lärm finden wir einen tollen Platz mitten im Wald.Ein einziges Zelt ist da. Wir kommen kurz ins Gespräch mit John.Er wohnt in Deer Lodge und ist Gefängniswärter.Er erzählt von seiner Arbeit und findet,dass die Berichte über amerikanische Gefängnisse völlig übertriebe seien.Seine zwei Hunde werden langsam unruhig und er verabschiedet sich von uns.Wir kochen Risotto und Pouletpiccata und Salat.Reisen macht hungrig!!

 

 

Herrlich ausgeschlafen und gefrühstückt besprechen wir den Tagesplan.Wir befinden uns einmal mehr in einem Bärengebiet,sehen  aber höchstens seine Spuren und viele Abdrücke von Wildtieren.Währe schon super einen Bären von ganz nah zu sehen,oder vielleicht doch nicht!Noch 200Km.liegen vor uns zum Glacier und Tetan NP.Beim Parkeingang holen wir die nötigen Unterlagen und machen eine kurze Wanderung um den Lake Mc Donalds.Ein wunderbarer See.Der Trail führt durch einen Jungwald.Überall sind verkohlte Baumstämme zu sehen.In den Jahren 2003/2004 und 2007 hat es hier mächtig gebrannt.Für die Kanadischen Forestiers nicht wirklich ein Unglück.Wir lesen auf einer Tafel Thank You Fire.Durch den Brand fällt wieder Sonnenlicht auf den Boden.Die Vegetation lebt neu und farbig auf.Für uns speziel,ungewohnt.

 

 

Da auch hier die Campgrounds bis Mittag alle besetzt sind,fahren wir in angrenzenden National Forest und finden einmal mehr einen tollen Platz.Wir geniessen die Aussicht und die Ruhe.Gegen den späteren Abend gesellt sich ein weiterer Camper zu uns.Später trinken wir mit Ron ein Bier und tauschen Reiseberichte und Pläne aus.Ron kennt Europa recht gut.Er weiss wo man gut ski-velofahren kann.Von den Dolomiten über die Schweiz zu den Französischen Alpen kennt er viele Plätze,wo man neben den sportlichen Tätikeiten gut essen kann.Da Ron eher Frühaufsteher ist,hören wir bei Tagesanbruch nur noch wie er wegfähret.Wir habe für heute den Wecker gestellt.Wir machen zwei Wanderungen,und wollen früh auf dem Parkplatz sein.Das Ziel ist ein Berggletschersee.Es ist wie ein Volksmarsch,nur die Streckenposten fehlen!Das Ziel ist trotzdem gewaltig.Danach noch einen kleinen Rundgang am Wasserfall,wir müssen an unserer Fitness arbeiten.Auf dem Rückweg zu unserem Schlafplatz schruppen wir uns in einem Bergbach.Etwas kalt aber sauber sind wir allemal.

 

 

Das grosse High Light im Glacier ist die go to the sun road.Es ist ein Traum.Sogar für uns Schweizer,die die Berge kennen,absolut einmalig.Die riesigen Schneefelder am Wegrand,sorgen für einen Stau,da Viele das erste Mal Schnee berühren können.Es ist ein klarer Tag und die mächtigen Bergketten der Rockys präsentieren sich wolkenlos in voller Pracht.Zufrieden über die tolle Fahrt,machen wir uns auf den Weg an einen Fluss.Im Overlander haben wir einen Platz entdeckt,der genau etwas für uns ist.Über einen recht holprigen Weg gelangen wir an den Platz.Wir sind begeistert.Kaum haben wir die Füsse hochgelegt,das Bad im Fluss genossen,bekommen wir Besuch.Zwei grossgewachsene,stramme junge Black Food Indianer,in Ranger Uniform machen uns darauf aumerksam,dass dieser Platz nur für Members sei und wir für das Strässchen (200m)eine Bewilligung vom Reservatsbüro bräuchten.So sitzen wir kurze Zeit später wieder im Auto auf der Suche nach einer neuen Bleibe.Diese finden wir nun offiziell in einem Black Feed Indianer Campgraunt.Bevor wir den Glacier NP.ganz verlassen fahren wir zurück zur Passhöhe und finden heute mit Glück einen Parkplatz (9.15 Uhr alles belegt).Wir wandern ca.1 ½ Richtung Schneefeldern und Bergseen.Unterwegs eine Ansammlung von Leuten mit Feldstechern.Wir werden sofort informiert,wo sich der Grizzlybär sich befindet.Er ist auf Futtersuche und aus sicherer Distanz einen Genuss.

 

Unser Znacht kochen wir aus Allem,was wir morgen nicht über die Grenze nach Kanada einführen dürfen.Gemüse,Salat, Restenverwertung bunt gemischt,au guet!!Rückblickend hat sich der Abstecher von vier Wochen in die Staaten völlig gelohnt.Wir durften so viel erleben,waren bei Dale und Ellen und die langen Distanzen waren so abwechlungsreich.Wir sind gespannt, wie sich die zweite Etappe Kanadas entwickelt.

 

Das Auto mit der ZH Nummer fährt uns irgendwann am Moregen entgegen.Wir treffen Roger auf seiner Fahrt in den Norden des Glasiers an.Er ist ebenfalls seit Mai unterwegs und hat sein Auto auch nach Halifax verschifft.Da wir so ziemlich die gleiche Reiseroute haben,werden wir uns sicher nochmals treffen.