Vancouver Island


 

19.08.-225.08.17

 

Km.1050

 

Nanaimo-Parksville-Inlet Lake-Coal Harber-Port Hardy-Telegraph Cove-Sayward-Buklay-Viktoria

 

Die Kulisse von Vancouver,die schneebedeckten Berge im Hintergrund und das sonnige Wetter machen den Abschied von Kanadas Festland fast etwas melancholisch. Irgendwie muss  Kanada bei uns Etwas gut machen .(Kälte ,Regen, Mücken Mücken..)Die Überfahrt ist einmalig und die Musiker an Bord unterhalten uns bestens.Mit spanischer oder südamerikanischen Rhytmen  verkürzen sie sich selber ihre Zeit.Zwischen Inseln hindurch steuert die Fähre in den Hafen von Nanaimo auf Vancouner Island, ein Genuss!Das ohrenbetäubende Schiffshorn ermahnt uns zum Auto zu gehen.Gepannt auf das letzte Kapitel Kanadas fahren wir vom Schiff in Richtung Norden.Irgendwo am Strassenrand finden wir süsse Brombeeren und können fast nicht aufhören Schüssel um Schüssel zu füllen.Wir machen drei Gläser Confi und eine Brombeerwähe.Nach einem ausgiebigen Zmorge und checken der Mails fahren wir auf dem Coral-drive dem Meer entlang.Auf einem Parkplatz ist Jhimba einmal mehr Kontaktvermittler.Ein junger Typ mit seinem offen Flitzer ist sooo begeistert ,dass wir eine „Führung“machen.Er will alles ganz genau wissen.Zum Schluss gibt er uns den Tip ,in Parkville den Wettbewerb der Sandskulpturen  zu besichtigen.Die Figuren von int.Künstlern ist sehr sehenswert. Das ebenfalls am Strand stattfindende Kinderfest ziehen wir uns auch noch rein,schiesslich gibt’s Gelato für Alle.

 

Wenn das so weitergeht kommen wir nie in die Staaten.Leider ist die Sicht dann aufs Meer mehrheitlich verdeckt und wir erhaschen nur wenig vom Meeresarm auf der gegenüberliegenden Seite.                

 

Bei Elkfalls,mit grosser Hänebrücke bleiben wir über Nacht.Der Wald ist  mystisch mit den riesigen Farnen und den moosbewachsenen Zedern.So mystisch ,dass wir am andern Morgen erst um 1o Uhr wach werden.Wir haben uns noch gefragt ,wie jemand mitten in der Nacht Zeltheringe einschlagen kann!!!!  

 

Unser Ziel auf der Insel ist Port Hardy.Wie wir bald merken ist es nicht der grosse Hit,ausser der 3 Rehe die uns am Dorfeingang empfangen,ist niemand zu sehen.Über eine  Schotterpiste gelangen wir zum kleinen Inlet-See.Die Begrüssung der anwesenden Fischer ist umwerfend.Wir sollen über Nacht hier bleiben.Wir bekommen den besten Platz direkt am Meer und das kostenlos.Dafür erklären wir Xmal woher wir kommen und was unsere Pläne sind.Ein Senior aus Australien erzählt uns sein ganzes Leben und seiner Reise nach Europa.Er schwärmt von Luzern und Interlaken.Der Sonnenuntergang,das inzwischen zurückgegangene Wasser und die vielen Vögel sind ein einmaliges Spektakel.Der Platz ist so einmalig,wir beschliessen einen Ruhetag einzulegen.Der Morgen ist aber das Gegenteil,dicker Nebel hängt über dem See.Wärend unsere Spiegeleier prutzeln beginnt es zu nieseln.Bleiben oder nicht?Wärend wir abwaschen und zusammenpacken kommt einer der Fischer vorbei und bringt uns frische Fischfilets!Wo gibt’s denn so Etwas!Schweren Herzens verlassen wir dieses Paradies,rechzeitig bevor es zu regnen beginnt.Schotterpiste+Regen=??Wir erhaschen kurz einen Schwarzbären,der sich aber gleich wieder in die Büsche verzieht.

 

Telegraph Cove,unser nächster Halt,ist ein kleines Museum am Meer.1911 als Telegraphenstation erbaut war es die einzige Verbindung der Menschen mit dem Rest der Insel.Heute ist es Ausgangspunkt für Bear-und Whalwatching.Das Dorf  ist auf Stelzen gebaut und in einer wunderschönen Bucht gelegen.Ein Muss für alle Inselreisenden.Die Wolken hängen ziemlich tief und für die andere Seite der Insel sind die Wetterprognosen nicht rosig.Wir verzichten auf die Fahrt quer durch die Insel(300 Km.)und machen einen Spazirgang am Meer Eppe!Überall begegnen wir Gruppen von Asiaten mit ihren Körben,die Krebse und Muscheln im Meeresboden suchen.Eine Bucht in der Nähe soll sehr bekannt sein für ihre Austernzucht.Wir belassen es beim Betrachten der Netze und Körbe.En Guete.

Das esch jo s`reinschte Schwiizerträffe!So begrüsst uns Thomas bei einer Restarea:Er und Stefan sind im Moment noch mit Freunden aus der Schweiz unterwegs.Sie fahren ebenfalls einen Land Cruiser,mit dem Ziel irgendwann in Argentinien anzukommen.Wir verabreden uns auf ein Bier,wann und wo auch immer.Hoffentlich sehen wir die Beiden nochmals.Während des Nachtessen besprechen wir die nächsten zwei Tage bis Viktoria,der Hauptstadt der Insel.

Diesen Teil und vorallem Chinatown wollen wir uns ansehen.Es ist das älteste ganz Kanadas.Gerade mal eine Strasse lang ist es überraschend klein.Die chinesische Musik und der intensive asiatisch Geschmack dafür autentisch und erinnert uns sehr an Asien.Natürlich kommen wir nicht ohne Früchte,Gemüse,Nudeln und Tee aus dem Chinashop.Wir informieren uns am Schalter über die Abfahrtszeiten der Fähre nach USA.Wir haben zwei Möglichkeiten 6.00 oder 19.30 Uhr.Der Rest ist ausgebucht oder mit etwas Glück Standby.Wir entscheiden uns für die letzte Überfahrt.So haben wir noch etwas mehr Zeit die Stadt kennen zu lernen.In der Warteschlaufe zur Fähre treffen wir ein Ehepaar aus Wasington Staat an.Der Aufkleber am Auto hat Felix laut gelesen und desshalb hat Lilli reagiert.Ihr amerikanischer Ehemann,ehemaliger Vietnamveteran, war in Manheim stationiert.Vor vielen Jahren ist sie mit ihm nach USA gezogen.Zum Abschied bekommen wir ihre Telefonnummer,falls wir irgend wann mal was bräuchten.Sie wohnen zwei Stunden von Port Angeles,dem Zielhafen der Fähre,entfernt.Einmal mehr sind wir überrascht.Danke und vielleicht auf Wiedersehen.