Quebec Haute Gaspesie


04.06.-12.06.    

 

Km.920 

 

Carleton sur Mer-Bonaventure-Percé-Gaspé-Cap de Rosier-NP.de la Caspésie-St.Anne de Mont-Riviere de Loup.

 

 

Die Halbinsel Caspe gehört zur Provinz Quebec und ist nochmals in fünf verschiedene Regionen unterteilt.Unsere erste Region ist la Baie des Chaleurs was eigentlich mit Wärme zu tun hätte.Nur leider herrschen Wind und Regen vor.Eigentlich wäre eine schöne Sandbank(Empfehlung von Einheimischen)sehr einladend für einen Schlafplatz,aber der Wind fegt zu stark über den Meeresarm.Wir entscheiden uns abermals für einen geschützteren Ort und werden herzlich von einem Berner  Sennenhund begrüsst,der das Camp bewacht.Unter der Sonnenstore können wir kochen und sind auch etwas geschützt.Später ,als der Regen nachgibt,beobachten wir auf der vorgelagerten Insel die Brutstellen ,von unzähligen Vögeln vom NP.Miguasha,einem Unesco Weltkulturerbe.

 

 

Gestärkt vom Frühstück mit Speck und Spiegelei, bei schönstem Sonnenschein, geht der Weg weiter der Küste entlang.Häuser  reihen sich aneinander,nur Ortstafeln verraten,dass ein neues Dorf beginnt.Zwischendurch machen wir Halt,besuchen ein Museum und kaufen frischen Fisch.Hoch über der Bucht von Port Daniel finden wir einen grossartigen Schlafplatz.Kiesgrube mit Meeressicht!Das Städtchen Persé ist unser nächstes Ziel,welches wir noch etwas verschlafen antreffen.Die vielen Hotels und Motels verraten aber,dass hier währen der Saison tüchtig was abgeht.Uns ist es lieber so.Auf eine Bootsfahrt zu der Insel Bonaventura wo man Vogelbrutstätte besuchen .könnte,verzichten wir. Der kalte Wind und drei Stunden Wartezeit halten uns davon ab.Auf der Weiterfahrt entdeckt Felix eine Schotterstrasse über welche wir sehr steil in die Höhe kommen.Eine atemberaubende Rundsicht ist die Belohnung.Wir entdecken einen Weg und wandern durch den dichten Wald.Das Gebiet im Landesinnern ist sehr hügelig und  bewaldet.Zurück auf der Strasse fahren wir an flachen Gewässern vorbei.Immerwieder überqueren wir Eisenbahnschienen und Brücken.Es schein aber schon lange her zu sein,dass Züge gefahren sind.über Caspé,einer überraschend grossen Stadt,erreichen wir den NP:Forillon Wie erkunden uns im Infocenter des Parks und machen uns einen Plan für morgen.Wir ziehen früh los und erreichen in letzter Minute den Hafen wo wir auf eine Walwatchingtour gehen.Das Meer ist spiegelglatt und für einen tollen Ausflug steht nichts im Weg.Wir haben glück und sehen sechs Wale leider nur die Rückenflosse und einmal sogar ganz kurz die Schwanzflosse Auf der anschliessenden Wanderung zum Cap Lands end sehen wir nochmals einen Wal.Ein kleines Stachelschwein kreuzt unseren Weg und lässt sich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen.

 

 

Auf der Fahr quer über das Cap begegnen wir einem recht steilen Strassenstück einem Velofahrer mit Gepäck der das Velo den Berg aufschiebt.Felix entdeckt eine kleine Schweizerfahne am Hinterrad.Wir wenden und fahren den Berg hoch.Der Velofahrer Daniel kommt aus Morges,wo wir Beide vor 40 Jahren gearbeitet haben.Er hat soeben seinen Militärdienst fertig und will bis im November quer durch Kanada fahren.Tagesetappen von 80-100 Km.Chapeau.Wir erzählen von unseren Plänen und verabschieden uns mit einem au revoir,peut-etre a bientot.Es reut mich jetzt noch,dass ich ihm keine Schweizer Schoggi mittgegeben habe.Über Nacht bleiben wir im Reservat Foillin und werden von drei Töfffahrern in Beschlag genommen die alles über Jhimba wissen wollen.

 

 

Am Cap Rosier machen wir kurz Halt und hoffen in der Bucht nochmals Wale zu sehen.Wahrscheindlich sind sie aber heute morgen anderswo engagiert.Der Küsste entlang geniessen wir die wunderbare Landschaft,die zwischendurch immer wieder von Nebelschwaden verschlungen wird.Spezielle Stimmung.Im NP.de la Haute Caspesie wollen wir nach Elchen (Mouse)ausschau halten.Unglaublich,plötzlich stehen sie da.Zwei ganz nahen am Weg und zwei etwas weiter oben.Sie lassen sich durch unsere Anwesenheit und das Klicken des Fotoapparates nicht stören und fressen weiterhin die jungen Blätter von den Büschen.Der Lac des American rundet diesen Tag ab.Zwei tolle Ereignisse.Ein weiteres Erlebnis soll nicht lange auf sich warten lassen.Beim Bezug unseres Nachtquartieres wird uns ein Platz im NP.der uns gar nicht zusagt weit weg vom Sanitärblock im feuchten Wald stehen noch weitere fünf Zelte der Rest ist leer.Da die Reseption etwa 6 km.weiter weg ist,beschliessen wir eigenhändig uns auf einen Platz neben Dusche und WC zu stellen.Wir haben Holz gekauft und freuen uns auf einen Abend am Feuer.Bei einen Glas Wein lassen wir den Tag nochmals aufleben,als ein Auto abrupt bei uns anhält.Der genervte Parkwächter kontrolliert unsere Eintritts und Übernachtungstickets.Obwohl es schon recht dunkel ist lässt er sich nicht erweichen.Wir müssen alles zusammenpacken und auf den zugewiesenen Platz wechseln.Mit einem Kanister Wasser macht er unserm schönen Feuer den Gar aus.Ohne uns nochmals anzusehen oder etwas zu sagen steigt er ein und braust davon.So hat jeder Tag seine Tücken.

 

 

Da unser Blinker immer noch nicht will wie er sollte haben wir einen Ersatz plus Rücklicht aus der Schweiz organisiert.Kollegen von uns kommen am  23.Juni in Montreal an und bringen uns die Ersatzteile.So haben wir etwa 10 Tage zu überbrücken.Wir entscheiden uns für eine Zusatztour um den Lac de Jean,der auf der anderen Seite des Sant Laurence Strom liegt.Eigentlich nicht so geplant machen wir uns auf, um einen weiteren Teil Kanadas zu entdecken.