Peru 1


 22.08.-09.08.2018

Km. 2500

Namaballe – San Jgnacio-Jaen-Bagua Grande –Gocta-Wasserfall-Chachapoyas-Kuelap-Leymebamba-Celedine-Cajamarca- Carabamba-Huamacuco-Shorey- Santiago de Cucho- Estation  Chuquicara- Canion del Pato-Caraz-Huaraz-Laguna Conocha-Abra Yanashalla 4720m- Tingo Chico-Corona del Inka 4080m- Huanuco

 

Der Grenzübertritt auf der peruanischer Seite ist filmreif. Der ältere Herr in Uniform kann wegen des grauen Stars kaum noch Etwas sehen.Felix gibt unsere Daten selber in den Computer ein. Den Einreisestempel und die Kontrolle des  Autos sind in 5 Min.  erledigt.Der Schlagbaum hebt sich und wir reisen in Peru ein.Nach San Ignacio sind es nur noch ein paar Kilometer.Im kleinen Städtchen machen wir Halt und suchen uns ein Hostel.Den grossen geschützten Parkplatz fürJimba gibt es um sonst dazu.Peru überrascht.Schon auf den ersten Kilometern fahren wir an Reisfeldern mit Ochsenkarren, Bananen- und Ananasplantagen vorbei.Wir geniessen die neue Umgebung und fühlen uns wie in Asien.Als wir durch Jaen fahren flitzen uns links und rechts die Tuktuks,Töfftaxis, wie Wespen um die Ohren.

Auch vom modernen Supermarkt sind wir überrascht. Ein Angebot wir schon lange nicht mehr.Die Versuchung ist gross und logisch kaufen wir mehr als geplant.Auf dem Parkplatz die nächste Überraschung.Von Vreni und Fredi, unseren Reisebekannten aus Mexiko, wissen wir ,dass ein grüner Iveco auf der selben Route unterwegs ist und genau Dieser steht vis-a - vis von uns. Sandra und Andreas mit Konstanzer Kennzeichen und Bodensee-Logo! ,Bernhard aus Nürnberg sind ebenfalls am Einkaufen.Wir verbringen einen ersten gemeinsamen Abend am Fluss.Alle haben wir die gleiche Route und so treffen wir uns in den nächsten Tagen immer mal wieder auf den gleichen Camps.Täglich erleben wir neue faszinierenden Landschaften.Wir können uns kaum satt sehen.Wir besuchen den 771 Meter hohen Gocta-Wasserfall.Fünf Kilometer happige Wanderung ist angesagt, um an die Lagune zu gelangen.Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.Nach der Rückkehr wollen wir an unser nächstes Ziel den Felsengräbern fahren, (Pueblo muerto).Keine gute Idee, wie wir bald merken.Die beiden Strassen sind wegen angeblichen Bauarbeiten noch bis 18.00Uhr gesperrt.Wir wollen nicht Stunden warten ,um dann bei Dunkelheit in die Berge zu fahren.Wir kehren um und erleben die Peruaner als durchgeknallte Autofahrer.Wir haben viel Glück,dass wir nicht von einem heran brausenden Lastwagen abgeschossen und in die Felswand gedrückt werden.Wir verbringen nochmals eine ruhige Nacht in der Nähe der Wasserfälle.

Wir versuchen unser Glück ein zweites Mal, um zu den Wolkenmenschen(Chachapoyas) zu gelangen.Auch heute werden wir nicht durchgelassen.??!So steuern wir mit etwas Verspätung die Station der Seilbahn zur der Ausgrabungsstätte Kuelap an,die letztes Jahr in Betrieb genommen wurde.Die Gondel bringt uns in kurzer Zeit auf 3000 Meter.Über einen gigantischen Canyon schweben wir in die Höhe. Mit dem Auto hätte es über zwei Stunden gedauert. Zügig marschieren wir durch die Ruinenstadt ,denn die letzte Talfahrt ist schon um 15.30 Uhr .

Im Moment ist jeder Tag ein historisches Highlife. In Revash erkunden wir andere Felsengräber in schwindelnder Höhe .Kilometer weiter ,bei unserem heutigen Schlafplatz auf einem Fussballfeld in Leymebamba, gibt es ein Mumienmuseum, das wir uns ebenfalls ansehen .In der Nähe liegenden Lagune Los Condores wurden über 200 in Stoff gewickelte,gut erhaltene Mumien gefunden,die hier nebst historischen Funden aus der Inkazeit,ausgestellt sind.Wir werden von vielen Dorfkindern besucht und sind das Dorfgespräch.Als wir am Morgen zum Bäcker gehen winkt uns das halbe Dorf zu.Ein alter Mann lädt uns zu sich nach Hause ein und möchte uns eine ,von seiner Frau gehäkelten Decke verkaufen.

Wieder steht eine lange Etappe an bis nach Celedine sind es nur 150 Km.aber sehr anspruchsvoll.Von 2250 m. geht’s auf den Calle-callepass 3600 m, 5 Grad,dann runter auf 600 m in tropische Hitze ,wieder rauf 3450 m.Celedine liegt auf 2750 m.,also wieder runter.Die Aussicht über diese unzähligen Bergketten ist etwas vom Schönsten das wir bis jetzt gesehen haben.Teitweise sind die Strassen der Berge nur einspurig befahrbar,wenn da bloss keiner entgegen kommt.Vor den beiden deutschen Velofahrer mit Hund denen wir begegnen haben wir grossen Respekt.Zehn Monate in diesen Bergketten unterwegs ,dazu muss man wohl ein wenig verrückt sein.In den nächsten Tagen bezwingen wir Berg für Berg.Abwechlungsreich an Landschaften,Farben und Formen.Mal schaffen wir 150 km. in sechs Stunden ,mal weniger.

Noch eine Ruinen Stadt

Kirche mit Mosaiksteinen verziert.

Mal übernachten wir im Hostel,am Fluss oder wieder einmal bei einer Familie mitten im Geschehen.Die alte Frau auf dem Hof hätte uns am liebsten bei sich behalten,damit wir ihr etwas Gesellschaft leisten bis der Sohn das nächste Mal vorbeischaut.

Tage und viele tausend Kurven später,irgendwo tief im Tal,entdecken wir Bernhard mit seinem Auto, das eine Verschnaufpause braucht.Wir haben das gleiche Ziel , so fahren wir zwei Tage gemeinsam nach Caraz.Die Stadt ist umringt von Schneebergen,die bis 6800m hoch sind.Hier treffen wir auch den grünen Iveco wieder.Den Ruhetag!nützen wir zum entstauben des Autos ,Wäsche waschen,Mails und SMS schreiben.

Bis Cusco sind es noch ca.1500 km.Wir möchten nicht zu viel Zeit verlieren und fahren am nächsten Morgen los.Da die Nächte auf 2800 m.kalt sind kaufen wir uns auf dem Markt Stoff,um ein Überzelt für unser Dach zu nähen.Auf dem 4050m hohen Paso Coconocha mit einer Lagune ist es traumhaft schön,eisig kalt und sehr windig.Genau was wir brauchen.Wir finden einen anderen Schlafplatz.

Damit wir für die 270 km. lange Etappe genügend Zeit haben fahren wir früh los.Auf dem Weg liegen zwei 4000 m hohe Pässe.Lagsam aber stetig schlängeln wir auf den top geteerten Strassen hoch um dann wieder auf 1500 m runter zu fahren.Nach fast acht Stunden Nervenkitzel mit den peruanischen Autofahrer  poco loco!!und 30 km Schotterpiste kommen wir (ich total k.o. !)in Tarma an.Der gestrige Tag war anstrengend.Wir schalten einen autofreien Tag ein.Mit dem Tuck-Tuck geht’s zum Markt,wo wir bei einer Näherin unser Zelt anfertigen lassen.Zur Anprobe jeweils mit dem Tuck-Tuck zurück zum Auto.Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Vielfalt der peruanischen Hüte

Wahlpropaganda

Zugabe

Schwein gehabt